Threshold of Toxicological Concern

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Der Threshold of toxicological Concern markiert einen Expositionsschwellenwert für Nahrungsinhaltsstoffe. Unterhalb des Schwellenwerts ist kein signifikantes Risiko für den Menschen anzunehmen. Wenn man von Risiko spricht ist in der Regel ein gesellschaftlich akzeptiertes Risiko von 1 zu 1.000.000. Das heißt wenn von 1 Mio Menschen 1 an Krebs erkrankt ist dieses Risiko akzeptabel.

Berücksichtigt werden fast alle Substanzklassen. Aber wie immer gibts auch hier Ausnahmen. Proteine können nicht berücksichtigt werden, da sie teilweise sensibilisierend (also allergieauslösend) wirken. Auch einige Gifte können nicht berücksichtigt werden, da sie so stark sind, dass das TTC-Konzept ad absurdum geführt werden würde.
Als Datenbasis dienen fast alle bisher ermittelten toxikologischen Daten (ca. 730 Nagerkanzerogene).

Um die Substanzen zu Kategorisieren wird ein Entscheidungsbaum genutzt. Hier werden der Reihe nach Ja/Nein-Fragen beantwortet und am Ende der Fragen kann die Substanz einsortiert werden. Die Fragen gehen um Strukturhinweise, typische Aufnahmemengen oder spezielle Substanzklassen (z.B. Organophosphate). Man kann zur den Einstufungen "unbedenklich", oder aber den "Cramer-Klassen 1 - 3" gelangen.