Standardaddition

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Standardaddition.png

Bei der Standardaddition werden der Probe unterschiedliche Konzentrationen der zubestimmenden Substanz zugegeben. Man sollte die Konzentration immer in gleichen Abständen steigern. Also zum Beispiel erst die Probe allein bestimmen, dann gibt man einem 2. Aliquot 0,5 g, einem 3. Aliquot 1,0 g und einem 4. Aliquot 1,5 g der zu bestimmenden Komponente hinzu. Fängt man mit 0,25 g an, sind die Zugaben auch in 0,25er Schritten zu erhöhen. Die Konzentrationen ergeben sich auch hier aus den festgelgten Grenzen der Methode bzw. aus der Konzentration der Probe.

Standardaddition-schema.png

Die Abbildung zeigt eine schematische Gerade die durch die Standardaddition erhalten werden kann. Wobei 1 dem Signal der unveränderten Probe entspricht. Die Zugabemenge an Analyt ist 0. Der 2. Punkt entspricht einer Verdopplung des Signals, hier ist die Zugabemenge gleich groß, wie die Konzentration der Probe ansich. Diesen Punkt tatsächlich zu treffen ist jedoch sehr unwahrschienlich. Der Punkt 3, der Schnittpunkt mit der x-Achse, entspricht ebenfalls dem Gehalt der Probe. Da man sich hier im negativen Teil befindet entspricht der Gehalt dem Betrag des x-Wertes.


Die Standardaddition soll hier an einem Beispiel näher ausgewertet werden:


Coffein 0 1:10 1:20 1:40 1:80
c(Coffein) mg/L 0 51,7 25,85 12,93 6,46
Cola 1:10 1:10 1:10 1:10 1:10
cCola in mg/L 11,8 11,8 11,8 11,8 11,8
Area 380791 2164872 1383560 879547 694545

Der Gehalt an Coffein in Cola errechnet sich aus dem internen Standard.

Standadd-Grafik.jpeg

Ein Statistikprogramm gibt eine Geraden aus: y = 440878,7944 + 34030,5450x


Aus der Abb ist ersichtlich, dass der Schnittpunkt mit der x-Achse der Konzentration des Coffeins entspricht.

Somit berechnet sich die Konzentration aus:

0 = 440878,7944 + 34030,5450x

Daraus ergibt sich:

x= 12,96 mg/L * 10(VF) = 129,6 ± 7,3 mg/L

Da auch diese Art der Kalibrierung laut Valoo ziemlich ungenau war (Verfahrensvariationskoeffzient = 8,74% und Vertrauensbereich des Analysenwertes = 7,3 mg) würde ich auch in diesem Fall wieder auf den internen Standard zurückgreifen.

Bei der Standardaddition werden Matrixeffekte und instrumentelle Fehler minimiert werden, doch da jede Probe kalibriert wird ist das Verfahren sehr aufwendig. Man kann dieses Verfahren auch als 1-Punkt-Kalibrierung einsetzen oder auch einen Wert als Wiederfindung verwenden.
Die Standardabweichung extrapoliert über den gültigen Arbeitsbereich der Kalibrierung hinaus.