Spross

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Allgemeines[Bearbeiten]

Der Spross trägt einerseits die Blätter und die Blüte(n) andererseits hilft er der Pflanze sich der Sonne entgegenzustrecken.
Stängel bezeichnet die unverholzte Sprossachse bei krautigen Pflanzen. Verholzt der Stängel im Laufe der Zeit, wird er als Stamm bezeichnet.

Man kann je nach Position mehrere Abschnitte des Sprosses unterscheiden. Der Bereich zwischen Erdboden und den Keimblättern wird als Hypokotyl bezeichnet. Der darauffolgende Abschnitt wird als Epikotyl bezeichnet.
Die Ansatzstellen der Blätter werden als Nodus (bzw. Nodi Mehrzahl) bezeichnet. Der Bereich zwischen 2 aufeinanderfolgenden Laubblättern wird als Internodus bezeichet. (Vgl. Schema)

Sprossabschnitte-Schnippel.png

Im Spross (egal ob verholzt oder nicht) gibt es folgende Gewebetypen: Abschlussgewebe, Grundgewebe (Rinden- und Markparenchym) sowie Leitgewebe.

Wie schon bei der Wurzel unterscheiden sich die Sprosse bei monokotylen und dikotylen Pflanzen hauptsächlich durch die Anordnung der Leitbündel:


Monokotyler-Spross-Schnippel.png

"float left"

Metamorphosen[Bearbeiten]

Sprossknolle[Bearbeiten]

Bei Sprossknollen handelt es sich um fleischig verdickte mehr oder weniger rundliche Abschnitte der Sprossachse, die der Reservestoffspeicherung dienen. Die Knollenbildung erfolgt durch primäres Dickenwachstum vom Rinden- und Markparenchym.
Beispiele:

  • Kohlrabi: mehrere Internodien sind verdickt.
  • Radieschen: Hypokotylknolle (Der Holzteil ist stärker ausgeprägt)
  • Rote Beete: Hypokotylknolle mit atypischem sekundärem Dickenwachstum.


Ausläuferknolle[Bearbeiten]

Die Ausläuferknolle ist eine horizontal auf der Erdoberfläche oder unterirdisch wachsender Seitenspross mit verlängerten Internodien und reduzierten Blättern. Kartoffeln sind beispielsweise verdickte Seitensprosse an der Sprossspitze, die zu unterirdischen Sprossknollen anschwellen.

Rhizome[Bearbeiten]

Unterschiedliche, mehr oder weniger verdickte Sprossachsen, die häufig Stärke speichern und das Überwintern krautiger Pflanzen ermöglichen. Die Seitensprosse, sog. Luftsprosse dienen der vegetativen Vermehrung. Beispiele wären Ingwer, Curcuma oder Spargel.

Zwiebel[Bearbeiten]

Die Zwiebel ist ein Speicher- und Überdauerungsgebilde mit stark verkürzter Sprossachse und fleischig verdickten Schuppenblättern (Niederblätter mit Speicherfunktion). Aus der verkürzten Sprossachse treibt später der oberirdische Blütenspross.

Phyllokladien[Bearbeiten]

Phyllokladien sind blattähnliche Flachsprosse mit Laubblattfunktion. Ein Beispiel wäre der Feigenkaktus