Reduktion

Aus Chemie-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Reduktion[Bearbeiten]

Zur Reduktion von Oxiden wird in den meisten technischen Reaktionen Kohlenstoff verwendet. Vor allem bei Fe-, Pb-, Co-, Ni-, Zn-, Cd-, Sn-, Sb-oxiden kommt die Reduktion mit Kohlenstoff vor. Die Oxide sind entweder so in den Erzen vorhanden oder man erhält Oxide durch die Röstung. Werden Oxiderze verarbeitet muss zuerst die Gangart abgetrennt werden. Dies geschiet durch Zugabe von Zuschlägen. Ist SiO2 Bestandteil der Gangart wird z.B. Kalkstein (CaCO3) zugegeben. Es entsteht eine Calciumsilicatschlacke. Unter den gegebenen Bedingungen ist die Schlacke flüssig und schwimmt obenauf.

  • CaCO3 (s) -> CaO (s) + CO2 (g)
  • CaO (s) + SiO2 (s) -> CaSiO3 (l)

Die Reduktion läuft bei hohen Temperaturen ab, das Metall fällt in flüssiger Form an und es ergeben sich viele Umlagerungen auf einmal:

  • 2C (s) + O2 (g) -> 2 CO (g)
  • MO (s) + CO (g) -> M (l) + CO2 (g)
  • CO2 (g) + C (s) -> 2 CO (g)

M = Metall. Dies ist das sog. Boudouardgleichgewicht.

Die Eisengewinnung im Hochofen funktioniert ähnlich.

  • 3 Fe2O3 (s) + CO2 -> 2 Fe3O4 (s) + CO2
  • Fe3O4 (s) + CO (g) -> 3 FeO (s) + CO2 (g)
  • FeO (s) + CO (g) -> Fe (l) + CO2 (g)


Edele Metalle brauchen kein Reduktionsmittel. Quecksilber entsteht bei der Röstung von Quecksilbersulfid (Zinnober). Der Quecksilberdampf wird kondensiert und man erhält elementares Quecksilber.