Plasmolyse

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Bei der Plasmolyse gibt eine Pflanzenzelle Wasser an das sie umgebende Medium ab, wenn das Medium hypertonisch ist. Die Plasmamembran löst sich von der Zellwand ab und bildet die sogenannten Hecht'schen Fäden, die an den Plasmodesmen verankert sind. Die Zelle schrumpft durch die Wasserabgabe zusammen und ist im schlechtesten Fall nicht mehr lebensfähig.
Vgl hierzu auch Osmose.

Der Vorgang der Plasmolyse ist reversibel. Am schönsten kann man ihn mit roten Zwiebeln unter dem Mikroskop beobachten. Hierzu einfach ein Wasserpräparat der Epithelzellen vorbereiten und unterm Mikroskop ansehen. Nun tropft man 1 molare NaCl-Lösung seitlich neben das Deckgläschen und hält ein Stück Zewa an die andere Seite. Dadurch wird die NaCl-Lösung unter das Deckgläschen gezogen. Die Zellen schrumpfen unter dem Mikroskop zusammen und die durch Anthocyane rot gefärbte Vakuole verdunkelt sich aufgrund der Aufkonzentrierung.
Gibt man nun wieder einen Tropfen Wasser neben das Deckgläschen und wiederholt den letzten Schritt, kann man zusehen, wie die Zellen wieder Wasser aufnehmen und größer werden.

Dies passiert nicht nur bei Pflanzen- sondern auch bei Bakterienzellen. Dies ist ein Grund, warum man mit Salz Lebensmittel konservieren kann.

Hier noch ein Bild, wie es im Praktikum aussieht.

Plasmolyse-Schnippel.png


Rote-Zwiebel-Epidermis.jpg

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