Festigungsgewebe

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Zellen des Festigungsgewebe zeichnen sich durch lokal oder generell verdickte Zellwände aus. Durch Anlagerung besonders cellulosereicher Wandschichten und oft durch zusätzliche Inkrustierung von Lignin (Verholzung) werden die Zellwände dieser Zellen starr und druckfest. Sie schützen vor Zug- und Druckbelastungen (z.B. durch Wind) und vor dem "zusammenfallen" der Pflanze bei Turgorschwankungen.
Mirkoskopisch können diese 2 Komponenten sehr gut mittels Astrablau-Safraninfärbung von einander unterschieden werden. Unverholztes Kollenchym färbt sich blau und verholztes Sklerenchym färbt sich rot.

Kollenchym[Bearbeiten]

Das Kollenchym kann in Ecken- oder Kantenkollenchym und in Plattenkollenchym unterteilt werden. Beim Ecken- oder Kantenkollenchym sind die Längskanten verdickt. Beim Plattenkollenchym sind vor allem die periklinen Wände verdickt. So entstehen beispielsweise auch die Jahresringe in Baumstämmen.

Eckenkollenchym-Schnippel.png

Sklerenchym[Bearbeiten]

Das Sklerenchym kann auch wieder unterteilt werden: in Steinzellen und in Sklerenchymfasern. Isodiametrische oder palisadenförmige Steinzellen sind vorwiegend mit Lignin verholzt. Der Protoplast stirbt meist im Laufe der Zeit ab, da die Zellwände so verdickt bzw. verholzt sind, dass kein Stofftransport mehr möglich ist.
Die Sklerenchymfasern sind prosenchymatische Zellen, die faserähnlich, länglich und spitzzulaufen sind. Unter dem Mikroskop sehen sie wie kleine Nadeln aus.

Sklereiden-Birne-Schnippel.png