Externer Standard

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Externe Standards benutzt man häufig bei photometrischen Bestimmungen (z.B. Nitrat), aber auch bei der HPLC oder der GC. Es wird meist 1 Stammlösung (z.B. Natriumnitrat) hergestellt und diese dann abgestuft verdünnt. Man sollte in der Regel 5 unterschiedliche, äquidistante Verdünnungen herstellen, diese genauso wie die Probe vorbereiten und messen. Anhand der gemessenen Werte kann man eine Kalibriergerade erstellen.

Bei einer photometrischen Bestimmung würde man die Konzentration der Standards und die ermittelte Extinktion gegeneinander in einem Koordinatensystem auftragen. Und bei HPLC und GC würde man die ermittelten Areas der Peaks gegen die Konzentration auftragen.

Externer Standard bedeutet also, das die Kalibrierlösungen separat, d.h. ohne Probenmatrix gemessen. Die Probenkonzentrationen sollten sich am mittleren Standard orientieren. Je nach Probenaufarbeitung kann man erst die Standards der Reihe nach durchmessen oder ungefähr in der Mitte mal die Proben messen falls man sich außerhalb des Konzentrationsbereiches befindet. Ein Blindewert ist unverzichtbar, da manchmal die verwendeten Chemikalien selber einen Gehalt (z.B. an Nitrat) aufweisen. Der Blindwert wird von jedem Messwert abgezogen.

Anhand der ermittelten Geradengleichung kann der Gehalt der Probe bestimmt werden multipliziert mit dem Verdünnungsfaktor ergibt sich der tatsächliche Gehalt der Probe.

Weitere Informationen zum externen Standard und dessen Validierung können unter Kalibrierung gefunden werden.

Im Gegensatz dazu gibt es noch die Standardaddition bei das Analytsalz selber zur Probe hinzugibt. Auch hier ist es dienlich mehrere Konzentrationen in äquidistantem Abstand zuzufügen (z.B. 0,5 g, 1,0 g, 1,5 g und 2,0 g NaCl bei der Kochsalzbestimmung) Bei starken Matrixeffekten oder Titrationen mit starkgefärbten Lösungen empfiehlt sich der interne Standard.