Elementsauerstoffsäuren

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Beispiel: Chlorsauerstoffsäuren

Die Stärke der Säure nimmt mit Anzahl der O-Atome zu.

HClO < HClO2 < HClO3 < HClO4

Hypochlorige Säure < chlorige Säure < Chlorsäure < Perchlorsäure

Die O-Atome sind stark elektronegativ und ziehen mit zunehmender Anzahl immer stärker an der Elektronen des Chlors, deshalb sind Chlor- und H-Atom (eher) positiv geladen und stoßen einander ab. Perchlorsäure ist somit die stärkste Säure, da hier die Abstoßung am größten ist und sie am leichtesten dissoziieren kann.

Die Oxidationsstufe des Chlors nimmt mit jedem O-Atom um +2 zu (von +1 < +3 < +5 < +7)

Es folgen nun einige Elementsauerstoffsäuren, die etwas weniger wichtig sind.

Sauerstoffsäuren von Selen und Tellur[Bearbeiten]

  • Selenige Säure

SeO2 bildet in Wasser die Selenige Säure H2SeO3 aus. Im Gegensatz zu der analogen Schwefligen Säure ist diese isolierbar, dafür aber etwas schwächer. Die Selenige Säure kann durch mehrere Stoffe zu rotem Selen reduziert werden (SO2, H2S, HI, N2H4) H2SeO3 + 4 HI Se + 2 I2 + 3 H2O

  • Selensäure H2SeO4

Die Selensäure bildet hygroskopische Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 60°C. Analog zur Schwefelsäure ist sie sehr stark und wirkt sogar noch oxidierender als diese. Ein gemisch von Selensäure und Salzsäure wirkt wie Königswasser: es bildet sich in geringen Mengen aktives Chlor und ist somit in der Lage Gold und andere Edelmetalle aufzulösen:

H2SeO4 + 2 HCl H2SeO3 + H2 + 2 Cl

Sie Säurekristalle wirken stark wasserentziehend und verkohlen dadurch verkohlend auf organische Substanzen.

  • Tellursäure H6TeO6

Orthotellursäure wirkt um vieles oxidierender als die Schwefelsäure. Es ist eine sechsbasige Säure von der sowohl sauerreagierende Salze ( MenH6 - nTeO6) als auch neutral reagierende Salze (Ag6TeO6) bekannt sind.