Blätter und Blüten

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Funktion[Bearbeiten]

  • Schutz
  • Photosynthese
  • Transpiration
  • Gasaustausch
  • Fortpflanzung
  • Anlockung


Blattfolge[Bearbeiten]

Von der Wurzel den Spross entlang bis zur Blüte.

Keimblätter schützen die Keimknospe bei der Keimung, speichern Nährstoffe oder führen diese aus dem Nährgewebe dem Keimling zu. Sie sind sehr kurzlebig.
Niederblätter stellen sehr kleine schuppige Gebilde dar (häufig ohne Pigmente). Manche Pflanzen besitzen Niederblätter als Anhängsel des Sprosses zwischen den Keim- und den Laubblättern.
Primärblätter Besitzen die zuerst ausgebildeten Laubblätter eine andere Gestalt als die später gebildeten unterscheidet man zwischen Primär- und Folgeblättern. Ein Beispiel wären Efeu und Eukalyptus.
Laubblätter dienen der Photosynthese und somit der Energiegewinnung, sowie dem Gasaustausch und der Transpiration.
Hochblätter schützen die Blüte oder locken Bestäuber an. Sie sind häufig auffällig gefärbt. (Vgl. Weihnachtsstern)
Kelch- oder Kronblätter dienen ebenfalls der Anlockung von Bestäubern und sind ebenfalls auffällig gefärbt.
Staub- und Fruchtblätter sind die männlichen und weiblichen Attribute einer Pflanze. Sie dienen der Fortpflanzung.

Blatt-schematisch-Schnippel.png

Blattspreiten[Bearbeiten]

Es sind 3 unterschiedliche Blattspreiten bekannt:
äquifacial Die Blattober- und -unterseiten sind morphologisch und anatomisch gleich gestaltet.
bifacial Hier sind deutliche Unterschiede zwischen Ober- und Unterseite erkennbar. (Vgl Abbildung)
unifacial Keine klar erkennbare Blattober- und -unterseite. Sie weisen oft einen kreisförmigen Querschnitt auf

Bifaciales-Laubblatt-Schnippel.png

Blattadern[Bearbeiten]

Als Blattadern werden die Leitbündel innerhalb des Blattes bezeichnet. Monokotyle Pflanzen weisen eine Parallelnervatur auf. Dikotyle Pflanzen haben eine netzförmige Nervatur und Farne weisen eine gabelförmige Aderung auf.

Gasaustausch[Bearbeiten]

Pflanzen benötigen CO2 und O2 für die Photosynthese. Der Gasaustausch erfolgt über sogenannte Stomata. Dies sind stark chloroplastenhaltige Zellen, die sich öffnen und schließen können um die eben genannten Gase der Pflanze zur Verfügung zu stellen. Hinter der Öffnung befindet sich die Atemhöhle. Je nach Pflanzenart befinden sich die Spaltöffnungen häufig an der Unterseite der Blätter und werden teilweise nur nachts geöffnet um die Pflanze vor unkontrollierbarem Wasserverlust zu schützen. So "sammelt" die Pflanze nachts oder bei kühleren Temperaturen die benötigten Gase und kann diese tagsüber, wenn die Sonne scheint bei der Photosynthese zur Eneriegewinnung nutzen.

Der Spaltöffnungsapparat besteht aus folgenden Bestandteilen:

  • Spalt oder auch Porus genannt
  • Nebenzellen
  • Schließzellen (das sind die 2 nicht beschrifteten Zellen, die in der Abbildung zu sehen sind)

Die Abbildung rechts ist eine mikroskopische Aufnahme eines Basilikumblattes. Die Spaltöffnungen sind live besser zusehen, da man hier die Möglichkeit des Ebenenwechsels hat.

Spaltoeffnungsapparat-Schnippel.png

"float left"

Die Anzahl und die Anordnung der Nebenzellen ist charakteristisch für verschiedene Pflanzenarten. Brassicaceaen weisen beispielsweise eine unregelmässige (anisocytisch) Verteilung der Nebenzellen auf. Ranunculaceaen haben entweder keine (anomocytisch) oder kreisförmig (cyclocytisch) angeordnete Nebenzellen.

Metamorphosen[Bearbeiten]

Speicherkeimblätter[Bearbeiten]

Sie sind stark verdickt, übernehmen Speicherfunktion und ernähren den Embryo. Beispiele wären Samen der Leguminosen, Samen der Walnuss, Erdnuss, Haselnuss und Mandel

Speicherfruchtblätter[Bearbeiten]

Die Speicherfruchtblätter entsprechen den weiblichen Geschlechtsorganen der Pflanze (Karpell). Es handelt sich um Blattorgane der Pflanze, welche die Samenanlage tragen. Bsp Kirsche Olive und Heidelbeere.

Niederblätter mit Speicherfunktion[Bearbeiten]

Hierbei handelt es sich um vereinfachte Blattorgane, die unterhalb der Laubblattregion an der Sprossachse stehen. Die Küchenzwiebel ist wohl das bekannteste Beispiel.

Die Blüte[Bearbeiten]

Bluete-schematisch-Schnippel.png

Die Kelch- und Kronblätter sind grundsätzlich wie ein normales Laubblatt aufgebaut. Zwischen der Epidermis liegt das Mesophyll und die Epidermis ist mit einer Cuticula überzogen. Sie enthalten Stomata (Spaltöffnungen) und können Trichome (Auswüchse) haben.

Das Staubblatt entspricht dem männlichen Geschlechtsorganen der Angiospermen. Es ist in die Anthere und das Filament unterteilt. Die Antheren haben mehrere Pollensäcke in denen die Pollen gebildet werden. Versorgt werden sie durch Leitbündel.

Querschnitt-Anthere-Schnippel.png

Die Fruchtblätter entsprechen den weiblichen Geschlechtsorganen. Aus einem oder mehreren Fruchblättern wird das sogenannte Gynoeceum gebildet. Das Gynoeceum bezeichnet die Gesamtheit der Fruchblätter samt des Fruchtknotens, dem Griffel und der Narbe.
Der Fruchtknoten, der die Samenanlage enthält kann ober- mittel- oder unterständig sein. Die Samenanlage kann ebenfalls unterschiedlich geformt sein: atrop, anatrop und kampylotrop.

Samenanlage-Schnippel.png

"float left"

Die Narbe ist das obere Ende der Fruchtblätter und der Griffel ist das Verbindungsstück zwischen Fruchtknoten und Narbe.

Bluetenstaende-Schnippel.png

Die Natur hat eine breite Palette an unterschiedlichen Blüten hervorgebracht. Die nachstehende Abbildung zeigt einen groben Überblick über einige mögliche Blütenstände. Es gibt natürlich auch noch weit aus kompliziertere und kombinierte Blütenstände (doppelte Ähre oder doppeltes Körbchen etc.), doch die ganze Aufzählung würde hier zu weit führen.