As low as reasonably available

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Das unter dem Kurznamen ALARA bekannte Konzept ist vor allem für kanzerogene Inhaltsstoffe gedacht. ALARA heißt soviel wie "As low as reasonably availale" auf deutsch also, "So wenig wie möglich, soviel wie nötig bzw. technisch realisierbar.
Das Konzept basiert auf der Hazard identification. Es bleiben jedoch einige Aspekte unberücksichtigt:

  • Kanzerogenes Potential
  • Wirkungsmechanismus
  • Expositionshöhe

Das ALARA-Konzept ist also nicht geeignet, um Risiken unterschiedlicher Substanzen zu vergleichen oder um eine Prioritätenrangliste für die Forschung zu erstellen. Es geht nur darum eine technisch mögliche und sinnvolle Reduktion von Substanzen zu erreichen.

Um einen konkreten Wert für dieses Konzept und eine Substanz zu erhalten, werden Analysendaten aus der Überwachung vom Bundesamt für Verbraucherschutz gesammelt. Die Daten werden in Warengruppen zusammengefasst. Nun werden die Warengruppen genauer beleuchtet und diejenigen Produkte identifiziert, die zu den 10% der am höchsten belasteten Produkten gehört.

Beispiel: Warengruppe Brot. Innerhalb dieser Gruppe gibt es Knäckebrot, Vollkornbrot etc.
Knäckebrot kann einen hohen Anteil an Acrylamid aufweisen. Der niedrigste Gehalt an Acrylamid in Knäckebrot dient als Signalwert. Es handelt sich um einen Orientierungsmaßstab für die LM-Überwachung und die Hersteller.
Das heißt jeder der Knäckbrot herstellt, sollte den niedrigst möglichen Acrylamidgehalt anstreben, ohne die Produkteigenschaften zu verändern. Niemand wünscht ein matschiges Knäckebrot, auch wenn es überhaupt kein Acrylamid enthält.
Diese Aufstellung sorgt so, für eine immer weitere Reduzierung der unerwünschten Inhaltsstoffe. Bis irgendwann eben das technische Limit erreicht ist.