QuECHERS-Methode

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Wiederfindungsversuche mit Pestiziden in Gurken nach der QuEChERS-Methode

Allgemeines

Es wurden die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Gurken analysiert. Da Gurken zu einem Großteil aus Wasser bestehen, eignen sie sich hervorragend für diese Analyse, da Matrixeffekte relativ gering ausfallen. Als direkter Vergleich wurden Erdbeeren, die stärkere Matrixeffekte erwarten lassen, eingesetzt. Das Probenmaterial wurde auf Pirimicarb hin untersucht. Als interne Standards dienten 6fach deuteriertes Pirimicarb und das Pestizid Cyprodinil (Vgl. Abb.1). Die Zahlen, die in der Abbildung angegeben sind, entsprechen den molekularen Gewichten der Fragmente. Die gewellte Linie zeigt die Bruchstelle des Moleküls.

Pirimicarb-Cyprodinil.jpeg

Pirimicarb ist ein farbloser, kristalliner Feststoff, der eher in organischen Lösemitteln löslich ist. Es wird als Insektizid genutzt. In höheren Dosen wirkt Pirimicarb neurotoxisch, da die Cholinesterasenkonzentration im Gehirn um 18 - 40% gesenkt wurde. Pirimicarb weist ein Molekulargewicht von 238 auf.

Pirimicarb D6 Hierbei handelt es sich um die deuterierte Version des Pirimicarb. Es war zunächst unklar welche Methylgruppen deuteriert wurden. Die GC-MS-Analyse zeigte eindeutig, dass die 2 Methylgruppen des Amids deuteriert wurden, da beide Moleküle im Massenspektrum ein Ion bei m/z von 166 aufweisen.

Cyprodinil Bei Cyprodinil handelt es sich um ein gelbbraunes bis braunes Granulat, das in Wasser löslich ist. Bei der Anwendung bildet es in der Wachsschicht des Blattes ein Depot und verhindert somit einen Pilzbefall der Pflanze. Es blockiert im Pilzstoffwechsel die Synthese der Aminosäure Methionin und hemmt damit das Eindringen in das Blatt und das Wachstum im Blattgewebe.