Protoplasten

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Herstellung

Der Begriff Protoplast wird nur bei Zelltypen die eine Zellwand aufweisen (also Bakterien, Pilz- und Pflanzenzellen) verwendet. Tierische Zellen haben keine Zellwände. Er bezeichnet sozusagen die kleinste lebensfähige Einheit der Zelle, also alles was sich innerhalb der Zellmembran befindet.

Bei der Protoplastenisolation kann die Zellwand enzymatisch entfernt werden, wobei die Zellmembran dabei vollständig in Takt bleibt:

  • Bakterien: Mureinschicht wird mittels EDTA und Lysozym aufgelöst.

Je nach Menge des Rückstand kann man diese in

  • Protoplasten, also vollständige Entfernung des Mureins und
  • Sphaeroplasten, bei denen sich noch Mureinreste befinden,

aufteilen.

  • Pflanzenzellen: Cellulasen und Pektinasen lysieren die Cellulose und das Pektin der Zellwand.
  • Pilzzellen: Bei den Pilzen gibt es viele unterschiedliche Zellwandmodifikationen, also benötigt man je nach Pilz ein anderes Lysozym. Da das bei den Enzymen so schon ist mit der Benennung kann man relativ schnell auf das entsprechende Lysozym kommen: Chitinase löst: TROMMELWIRBEL! TUSCH!: Chitin-Zellwände.

Die Präparation muss in einem isotonen Medium erfolgen, da der Protoplast durch Osmose entweder zuviel Wasser verliert oder zuviel aufnimmt.