Bestimmung der Gesamtsäure potentiometrisch

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Prinzip

Bei der Bestimmung der Gesamtsäure wird die Probe mit 0,1 N NaOH titriert. Die Lauge wird langsam hinzugegeben und der entsprechende pH-Wert am pH-Meter abgelesen und gegen den Verbrauch der Lauge aufgetragen. Der Endpunkt wird graphisch mittels Tangentenmethode abgelesen. Die Gesamtsäure in Wein wird als Weinsäure angegeben.

Die Kurvenform der Titrationskurve ist identisch mit der gewöhnlichen Titrationskurve und abhängig von der Stärke (Art) und der Menge der Säure oder Base. Je stärker die Säure oder Base ist, umso größer ist der Sprung in der H+-Konzentration am Äquivalenzpunkt und damit auch der Potentialsprung sowie die Steilheit der Kurve. sind die Dissoziationskonstanten unterschiedlicher Säuren weit genug von einander entfernt, können diese nebeneinander bestimmt werden. Bei Wein- und Äpfelsäure etc. liegen sie relativ nah beieinander und es gibt nur einen Sprung. Da die Säuren nicht wirklich stark sind, ist er relativ klein.

Reagenzien

0,1 N Natronlauge

Durchführung

25 mL der Probe werden mit 0,1 N NaOH potentiometrisch titriert. Der pH-Wertverlauf wurde gegen den Verbrauch aufgetragen. Das ist ziemlich nervig irgendwie. Man tröpfelt was rein, wartet kurz, schreibt den angezeigten pH-Wert und das Volumen der NaOH auf.... Und das so an die 40 mal. :(

Bestimmung-Gesamtsaeure.png

Auswertung

Die Gesamtsäure berechnet sich über:

WS[mg/L] = V ∗ 7,5 mg/mL ∗ 40 

Wobei:

  • V = Volumen NaOH in mL (wobei 1 mL 7,5 mg Gesamtsäure entspricht)
  • 40 = Faktor, um vom 25 mL Aliqout auf einen L zu kommen